Neurodermitis und Milbenallergie

Neurodermitis und Milben

Es ist schon wahnsinn, dass in Deutschland rund 4 Millionen Menschen an verschiedenen Hautkrankheiten leiden. Darunter sind mehr als 2,5 Millionen, welche an Neurodermitis erkrankt sind. Kaum jemand kennt diese Krankheit nicht, kein Wunder. Es gilt als einer der verbreitesten Krankheiten weltweit. Die genaue Ursache ist bis heute nicht bekannt, man geht von einer Stoffwechselstörung der Haut aus, welche irgendwo ( tief im menschlichen Körper) ihre Ursache hat. Mediziner gehen davon aus, dass es vor allem genetischer Herkunst ist. Menschen mit Veranlagungen zu Hautkrankheiten leiden häufiger an Neuroderitis. Neurodermitis wird auch atopisches Ekzem genannt, ansteckend ist sie nicht.

 

Welche Symptome und Beschwerden?

Jeder, der schon einmal einen Neurodermiker gesehen hat, weiß, dass die Beschwerdestellen meisten an den Gelenken oder am Hals sind. Die Stellen sind gerötet und schuppig, dadurch juckt sie permanent und ist besonders auffällig für äußere Reize, welche für den Juckreiz verantwortich sind. Betroffene reageiren mit Kratzen, was aber die Symptomen nur noch verschlimmert und im äußersten fall sogar zu Hautblutungen und Verschlimmerung betirägt.

Bestimmte Nahrungsmittel, Pollen oder auch Hausstaubmilben sind ein erheblicher Risikofakter für Betroffen. Nahezu 95% reagieren allergisch auf Milben, das geht aus einer Studie der Universität Hannover vor.

 

Was können Allergiker unternehmen?

Das wohl bekannteste Hilfsmittel gegen Allergiesymptome sind milbendichte Matrazen, dazu regelmäßig Lüfetn und Waschen der Bettwäsche. Wie oft das geschieht hängt von der Stärke der Beschwerden ab, aber grundlegend ist davon auszugehen, dass die Wäsche mindestens einmal wöchentlich bei 60 Grad zu washen ist. Auf Staubfänger wie Teppiche oder dicke Vorhänge sollte verzichtet werden

 

Immuntherapie an deutschen Kliniken

Schon mehrere deutsche Kliniken vollziehen bei Patienten mit Neurodermitis bei gleichzeig bestehender Milbenallergie eine Immuntherapie, welche ca. 3-4 Jahre andauert. In dieser Therapie werden die Erkrankten langsam an die Milben gewöhnt. Das ganze geschieht durch einen wöchentlichen Aufbauprozess, dieser findet regelmäßig alle vier Wochen statt. Dadurch gewöhnen sich die Erkankten an die Milben. Das Hautbild verbessert sich und die Juckreizungentwicklung ist ebenfalls negativ. Die Folge ist, dass Neurodermitispatienten weniger Kortisionsalben auftragen müssen und erlangen somit eine bessere Lebensqualität.